gelebter Glaube - befreites Denken – weltweit und ganz nah
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EmK Frankfurt - Ruferkirche / United Methodist Church
EmK Frankfurt - Ruferkirche / United Methodist Church  

 

 

 

In den Zeiten von Corona

 

Liebe Besucher/-innen unserer Website, liebe Schwestern und Brüder,

 

in der Rubrik  Onlinekirche  gibt es Hinweise zu unseremOnline-Gottesdienst und weitere Links und Informationen für diese besonderen Zeiten.

 

Außerdem sind die Telefonandacht vom Sonntag (von So. - Do.) und aktuelle Informationen (von Do-Abend. - So.) unter 069/ 33 99 79 75 zu hören.

 

Sonntag, 17.5.2020 Andacht Online-Gottesdienst am Sonntag Rogate

Lukas 11, 5 – 13

 

5 Und er sprach zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hätte und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Freund, leihe mir drei Brote,

6 denn mein Freund ist von der Reise zu mir gekommen, und ich habe nichts, was ich ihm

Liebe Gemeinde,

 

wer den 24.Mai, also das Datum von heute mit dem 24.Dezember in Verbindung bringt, der hat wohl recht: Ein Gefühl wie Weihnachten.

Ganz wunderbar berührt und beschenkt worden zu sein.

Dies wird von einem Mann berichtet, der im Alter von 36 Jahren eines engagierten christlichen Lebens, 1738 ein Erlebnis im Glauben hatte, das ihn sein Leben in ein davor und ein danach beschreiben lässt.

Ich rede vom Gründer der methodistischen Bewegung John Wesley – und seinem sprichwörtlich gewordenen Tagebucheintrag „mein Herz wurde seltsam erwärmt“ - um viertel vor neun Abends, als ihn Worte des Apostels Paulus – ausgelegt sozusagen mitten ins Herz treffen.

 

Exaudi ist der Name des heutigen Sonntags

Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe!

Sei mir gnädig und erhöre mich! (Ps 27, 7)

 

Freudige aber auch bange Erwartung, beides bestimmt die Jünger nach Christi Himmelfahrt und noch vor Pfingsten

 

Wesley beschreibt sich und seinen Glauben selbst in diesen Tagen um den 24.Mai 1738 als niedergeschlagen, vielleicht würde man heute „unmotiviert“ dazu sagen.

 

Aber er zog sich nicht zurück, sondern hielt zeitlebens an seinem Grundsatz fest:“Dem Gottesdienst ist nichts vorzuziehen“, auch wenn es wie ein Theologe unserer Zeit formuliert ein „Graubrotgottesdienst“ ist.

 

Der Profet Jeremia hatte ganz anderes im Sinn, als er Worte im Namen seines Gottes formuliert:

 

Predigtwort – Jeremia 31, 31-34

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR:

Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

 

Was für ein Versprechen – was für eine Aussicht.

Was soll es denn noch Größeres geben als die Gabe der Gebote der großen Weisungen Gottes?

Und was soll es noch Größeres geben als die Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten und die Bewahrung und Leitung in der Wüste. Diese einzigartige Erfahrung des Volkes Israel?

 

Es wird eine Zeit kommen..da kommt noch einmal etwas hinzu, das ihr jetzt nicht für möglich haltet.

 

Wesley beschreibt seinen Glauben vor und nach seinem sogenannten Aldersgate-Erlebnis, benannt nach der Straße, in der diese Versammlung stattfand, mit dem Übergang von dem eines Knechtes zu dem eines Freien.

 

Davon weiß Jeremia und auch keiner seiner Zeitgenossen etwas.

 

Aber Jeremia weiß, dass Gott Geschichte schreibt und dass er mit uns zusammen Lebensgeschichten schreibt, in der wir seine Handschrift wiedererkennen.

 

Schon in den Tagen Noahs hat er das getan.

Noah und den nachfolgenden Generationen hat er ein Versprechen gegeben, die Erde nicht mehr zu vernichten, dies in Zukunft nie wieder zu tun.

Er schließt einen Bund und lässt jeden Regenbogen daran erinnern.

Und er tut es ein weiteres Mal, schon erwähnt am Berg Sinai, mit diesem unbedeutenden Volk, das er beschenkt und das sich auf ihn verpflichtet.


 

In den Tagen des Jeremia, da kündigt er es wieder an – wir haben es gehört.

Der König von Babylon war dabei Jerusalem zu erobern:

Die Menschen fragen:

Wie wird es weitergehen nach dieser Katastrophe?

Wie wird es weitergehen?

Es klang dabei durchaus an, dass man selbst nicht unbeteiligt an diesem Geschehen war.

Ohne eigenes Versagen und ohne ein getrübtes Gottesverhältnis – so will ich es einmal nennen – war man nicht.

Nein – Gottes Weisungen und seinen Willen hintenan zu stellen bleibt nicht folgenlos.

Aber wie soll es weitergehen?

So fragten sich die Israeliten, so fragen wir uns auch auf dem Bezirk Frankfurt Rufer und die Rufergemeinde und die Gemeinde in Lorsbach

Und so fragen sich Menschen in unseren Coronazeiten, von denen man einst sagen wird, es gab ein davor und ein danach – aber jetzt sind wir am Anfang mittendrin.

Menschen – infiziert, manche genesen, manche verstorben, andere machen gerade die Krankheit durch Infektionsgefahr – angemessene Maßnahmen.

Wir halten Abstand, ohne uns voneinander zu distanzieren.

 

Lockerungen nach schwerer Zeit.

Wie soll es weitergehen?

Mit der Wirtschaft, mit der Gesellschaft, mit der Politik – mit Europa?.

Mit den Ferien.

 

Wir werden Masken tragen in unseren Veranstaltungen und Gottesdiensten, wenn wir uns wiedersehen.

Und es wird uns aufeinander zu ziehen – und wir werden dem widerstehen müssen.

Wir werden Menschen vermissen, die sich nicht trauen dabei zu sein – oder nicht dürfen...

 

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit euch einen neuen Bund schließen.
Ein neuer Bund nach der Krise. Nach der Sintflut. Nach der Knechtschaft in Ägypten.

Nach dem Untergang Jerusalems.

 

Und er gilt auch nach „Corona“.

 

Weil Gott nicht einen Bundesschluss mit seinen Menschen bereut oder gar aufgelöst hat.

Er fühlt sich seinen Menschen und seinem Volk verbunden.

Und er fühlt sich an sein Versprechen an seine Zusagen gebunden.

Es ist zusammengebunden was zusammen gehört.

Für einen der letzten Sonntage hatten wir das vor zu feiern als Gottesdienst zur Erneuerung des Bundes mit Gott.

Nun muss es auf einen Gottesdienst an einem anderen Ort verschoben bleiben.

 

Seine Zusage bleibt

Eine Zusage der Verbundenheit Gottes mit einem jeden einzelnen von uns und das großartige Angebot, dies mit ihm zu leben.

Das Angebot, sich aus alten schwierig gewordenen Verbindungen zu lösen und in neue fruchtbare Verbindungen einzutreten

Jeremia und seine Zeitgenossen haben dies erlebt - zusammen.

Sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
 

Jahrhunderte nach dem Propheten Jeremia saß Jesus Christus mit seinen Jüngern zu Tisch, ein letztes Abendessen, bevor man ihn verhaftete.

Er teilte Brot und Wein mit ihnen:
Nehmet hin und trinket alle daraus: dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.

An jenem Abend wussten und glaubten seine Jünger: Der neue Bund ist da.

Gottes neuer Bund, von dem die Propheten geredet hatten.

Wo Jesus ist, ist der neue Bund.

Jetzt sind wir eingetreten in den Glauben der Jünger – versammelt um ihn.

Und John Wesley ist eingetreten in diesen Glauben.

 

Völlig niedergeschlagen von einer Missionsreise nach Georgia, also in die neuen Welt, ist er sozusagen mit seinem bisherigen Glauben gescheitert zurückgekehrt.

 

Und er ging ziemlich – wie ich zu Anfang beschrieb unmotiviert diese kleine Versammlung

Es las jemand die Vorrede Luthers zum Römerbrief, der eine ähnliche Erfahrung wie Wesley gemacht hatte.

Gott wirkte auch bei Wesley die wunderbare Freiheit der Kinder Gottes – die frei genug ist, dieses Geschenk noch mit dem fernsten Menschen zu teilen. Amen

                                                                                                                                   Rainer Leo


 


 

 

Wegen der aktuellen Corona-Lage fallen  bis auf Weiteres  unsere kirchlichen Veranstaltungen mit Versammlungscharakter aus. Bis auf Bestattungen betrifft dies alle Angebote.

 

Wir ermutigen per Telefon, online und in persönlicher Weise den Kontakt zu suchen.

Stöbern Sie in den aktuellen Impulsen und Infos unserer Website.

Wenden Sie sich gerne an Pastor Leo oder andere Verantwortliche.

 

Unserer Fürsorge und  Gebet vertrauen wir die Menschen und die Ereignisse an.

 

Rainer Leo, Pastor

Evangelisch-methodistische Kirche /

United Methodist Church


Gemeindezentrum Höchst

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65929 Frankfurt am Main

Gottesdienst So. 10 Uhr

(entfällt baw.)


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